| Wildspitze & Co. |
| Geschrieben von: Reiner Beck | |||
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Table of contents
Was zunächst ärgerlich war, erwies sich im nachhinein als ganz praktisch. Nach dem kurzfristigen Ausfall der ursprünglichen Planung sahen wir uns ungeliebtem Organisationsstreß ausgesetzt. Mit dem Ausfall der geplanten Führungstour war bei den traumhaften Bedingungen schnell klar, dass wir die Hüttenplätze auf der Vernagthütte privat übernehmen und unsere Touren selbst organisieren. Nach einigen Telefonaten und zwei Nachtschichten in der Arbeit konnte es am Gründonnerstag dann endlich ins Ötztal gehen. Der große Vorteil war, dass wir uns auf Touren nach unserem Geschmack einstellen konnten. Auf der Wunschliste steht bei mir seit zwei Jahren schon eine leichte Nordwand, die erforderliche Kombination aus Zeit, Fitness, einen verlässlichen Partner und guten Verhältnissen hatte sich bisher noch nicht ergeben. Ostern 2011 standen alle Zeichen aber auf go und so konnten Jürgen und ich dieses Projekt erfolgreich umsetzen.
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Donnerstag: Anreise & Hüttenzustieg
Freitag: Fluchtkogel (3497m) Überschreitung über Nordwestwand (50°/220m): Oben angekommen erwarteten uns die von der Hüttenwirtin angekündigten perfekten Verhältnisse. Da für den Freitag die sicherste Wetterlage angekündigt war, hatten wir uns für diesen Tag gleich die Fluchtkogel Nordwestwand vorgenommen - als Eingehtour sozusagen. Eine kurze Panne mit dem Fell war am Morgen gleich behoben, mit dem Abstieg am Gepatschjoch unter die Fluchtkogel Nordwestwand stellte sich uns dann die erste ernsthafte Herrausforderung in den Weg. Das Abklettern einer 45 Grad steilen Schutthalde belebte den Kreislauf. Dann seilten wir kurz für den spaltenreichen Zustieg zum Wandfuss an. Eine zweite Seilschaft konnten wir derweil am Einstieg beobachten. Wenig später erreichten auch wir den Wandfuss. Dankend nahmen wir die Spuren unserer Vorgänger als Tritthilfen an, folgten aber bzgl. der Sicherungstechnik nicht ihrem Beispiel. Wir verstauten das Seil im Rucksack und waren so in der Lage die Kollegen in der Wandmitte zu überholen. Großteils ließen sich einfach Stufen treten, nur kurze Bereiche hatten wir mit tiefem Triebschnee zu kämpfen, wenige Stellen wiesen einen harten Harschdeckel auf. Blankeis ließ sich komplett umgehen. Der Ausstieg erfolgte über den Nordgrat zum Gipfel. Mit der anschließenden Abfahrt über den Normalweg am Oberen Guslarjoch konnten wir die Überschreitung komplettieren. Die Kollegen berichteten von etwas anstrengenderen Verhältnissen in der Weissseespitze Nordwand, auch die Brochkogel Nordwand wurde an diesem Wochenende mehrfach begangen.
Bilder: (Bei Großansicht Blättern mit Pfeitasten)
Infos/Tourenbeschreibung: http://www.bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=1230
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